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Wissenswertes vom  Filmkomponist Johannes Kayser aus dem Bereichen Musik, Video und Filmmusik.

 
  • Die Tuba ist das tiefste Instrument in der Familie der Blechbläser. Das Wort „tuba“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet „Rohr“. Wie alle anderen Blechblasinstrumente besteht die Tuba aus einem gewundenen Rohr. Die tiefen Töne der Tuba bilden das Fundament des Blechbläsersatzes. Sie ist das tiefste Instrument der Blechbläser und ergänzt sich oft mit dem Kontrabass.

    Die Tuba hat sich in der Form der Bügelhörner mit ovaler Windung und nach oben gerichteter Stürze gegen verwandte Bassinstrumente wie das Sousaphon, das nur noch im Dixieland und in Militärkapellen vertreten ist, durchgesetzt. Angeblasen wird die Tuba durch ein großes Kesselmundstück, die Stimmung ist gewöhnlich F oder Es. Das 1835 patentierte Instrument wird heute in zwei Größen, als Bass- und als Kontrabasstuba für das Orchester gebaut.

    Der Klang der Tuba ist majestätisch und getragen, in den hohen Lagen dem Horn ähnlich. Als Soloinstrument wurde es von Paul Hindemith und Ralph Vaughan Williams verwendet, ansonsten ist es ein fester Bestandteil des Bassfundaments im Orchester. Eine Besonderheit ist die Wagnertuba, eine Mischung aus Tuba und Waldhorn, die im Orchester von den Hornisten gespielt wird.

    Die tiefen Pedaltöne geben einen sehr schweren Klang, klingen weich und unaufdringlich, aber sehr raumfüllend und tragfähig. Die mittleren Töne sind sehr klangvoll und betonen ruhige Melodien.
    Im hohen Bereich sind sehr laute und kräftige Töne möglich.

     


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    Das Saxophon hat seinen Namen von ihrem Erfinder Adolphe Sax und ist eine Mischung aus Klarinette im Bereich Tonerzeugung und der Oboe mit der konischen Bohrung. Durch die Verwandtschaft zur Klarinette wird das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten gezählt. Es wurde im Jahr 1844 erstmals im Symphonieorchester eingesetzt.
    Einige Werke sind speziell für dieses Instrument komponiert worden, z.B. von Hector Berlioz und Georges Bizet. Trotzdem konnte sich das Saxophon im klassischen Orchester nicht durchsetzen.

    Die Bedeutung, die Saxophone heute in der Musik haben, verdanken sie in erster Linie dem Jazz und den Musikern der New Orleans-Zeit. Es ist mit seiner klanglichen Vielseitigkeit als ideal für Improvisationen und neue musikalischen Vorstellungen. Heutzutage zählt das Saxophon zu den beliebtesten Musikinstrumenten und vermittelt das Image von Jugend und Moderne. Es ist schnell zu erlernen und leicht zu bespielen.
    Berühmte Jazz-Saxophonisten sind Sidney Bechet , Charlie Parker , Lester Young oder John Coltrane.
    Bei Militärkapellen nehmen Saxophone in der Regel den Platz der Klarinetten ein.

    Das Saxophon hat enorme klanglichen Variationsmöglichkeiten und brilliert mit seiner Expressivität. Es hat einen warmen, leicht rauhen, in hohen Lagen durchdringenden und in tiefen Lagen etwas schnarrenden, manchmal sogar blechigen und metallischen Klang.
     


    Die Querflöte ist ein Holzblasinstrument mit Anblaskante und wurde aus der mittelalterlichen Querpfeife entwickelt. Der Ton entsteht durch Blasen auf die Mundlochkante in einem bestimmten Winkel. Sie zählt zu den ältesten Musikinstrumenten überhaupt. Die Querflöte brilliert durch den variablen Klang und ihrer Beweglichkeit . Man findet sie im klassischen Sinfonieorchester, im Blasorchester, in der Kammermusik, als Soloinstrument, aber auch im Jazz und Popbereich. Im Orchester wird oft auch die Piccoloflöte, in Flötenensembles die Alt- oder Bassquerflöte eingesetzt.

    Der Klang der Querflöte ist hell und reich an Obertönen und Rauschanteil. Im Orchester geht konkurriert sie oft mit den Violinen oder verdoppelt tiefere Instrumente wie das Fagott.
    Das Spiel der Flöte ist sehr variabel und verfügt über viele Verzierungen wie Triller, staccato, Flatterzunge, Doppelzunge. Die tiefsten Töne klingen trocken und hohl und wirken melancholisch und werden im Orchester von den Obertönen des Kontrabasses überlagert. In den mittleren Lagen ist die Flöte weich, leicht und schwebend. Hier ist sie das graziöse Soloinstrument im Orchester für die ruhigen Passagen. Die hohen Töne sind durchdringend und schrill.

    In der Filmmusik unterstützt die Querflöte ausdrucksstarke Motive und wirkt leicht, poetisch, weich und filigran.

    Das Englisch Horn oder auch Englischhorn hat nichts mit dem Blechblasinstrument zu tun. Sie ist ein Abkömmling der Schalmei und entstand möglicherweise in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus der abgewinkelten Oboe da caccia. Im Französischem hieß es zu erst cor anglé (abgewinkeltes Horn) der Name entwickelte sich schließlich zu cor anglais („englisches Horn“).

    Durch die tiefere Stimmung sowie durch das birnenförmige Schallstück klingt das Englisch Horn dunker und kraftvoller als die Oboe. Der Klangcharakter ist durch alle Register relativ homogen, der Wechsel zwischen den Registern verläuft fließend. Das Englisch Horn besitzt die Fähigkeit zur Erzeugung von klagenden und melancholischen Klängen.

    Sowohl die Oboe als auch das Englisch Horn sind seit der Barockzeit beliebte Instrumente und gehören zu jedem Orchester dazu. Das Englisch Horn ist aber kein besonderes Soloinstrument, sondern bildet die Verbindung zwischen der Oboe und dem Fagotts. Große Orchester haben heute zwei Oboisten und einen Englisch Hornisten. Bei kleinerer Besetzung spielt der 2. Oboist auch das Englisch Horn.

    Seit der Epoche der Klassik wurde das Englisch Horn im Orchester aufgrund seines melancholischen Klangcharakters immer wieder zur Darstellung von ländlich-pastoralen Szenen sowie zur Ausführung elegischer Weisen eingesetzt. Es hat einen wehmütig - jenseitiges Timbre und wird mit den Himmelsklängen assoziiert. In den tiefen Lagen ist der Klang warm und intensiv sowie etwas stumpf

    Im mittleren Bereich ist der Klang unterschiedlich und reicht von Schwermut und Tragik bis zu unbeschwerter Heiterkeit und schelmischer Ausgelassenheit. Es entsteht immer der Eindruck, als käme der Klang von der Ferne.

    In der Filmmusik nutzt man das Englisch Horn für sentimentale, gefühlvolle, wehmütige, aber auch heitere, archaische , exotische und nostalgische Stimmungen.
     

    Die Oboe stammt aus dem Französischen, bedeutet "hohes" oder "lautes Holz" und beschreibt sehr gut den durchdringenden Klang des Instruments. Sie wurde im 17. Jahrhundert aus der Schalmei entwickelt. Die größere Formen der Oboe ist das Englischhorn. Die Oboe wird durch zwei Rohrblätter zum Klingen gebracht. Wenn das Orchester sich einstimmt, gibt die Oboe den Ton an, nach dem sich alle anderen Instrumente richten.

    Für die markanten Töne aus der Oboe sorgt das sogenannte Doppelrohrblatt, was in mühevoller Arbeit von einem Instrumentenbauer hergestellt wird.
    Die Oboe wird hauptsächlich im Orchester eingesetzt und ist ein fester Bestandteil des Sinfonieorchesters. Von allen Blasinstrumenten kommt die Oboe der menschlichen Stimme am nächsten – vor allem dann, wenn es sich um die noble Klangfarbe der barocken Oboe handelt. Sie ist wegen ihrem leicht nestelnden Ton auch im vollbesetzten Orchester gut zu hören.

    Die tiefen Töne klingen dick, schwer und düster, die tiefsten Töne entfalten noch eine große Klangkraft. Hier klingt die Oboe etwas trompetenähnlich.
    Die Mittellage ist weich und leicht näselnd, hell und eindringlich – hier entfaltet sich der charakteristische ausdrucksvolle Oboenklang am besten.
    Die Höhen sind spitz und dünn. Hier verliert die Oboe stark an Klangkraft. Die höchsten Töne haben einen beißend-schrillen Charakter.


    In jeder musikalischen Epoche seit der Barockzeit ist Literatur für Oboe zu finden. Auch in der Filmmusik hat die Oboe ihren Platz, zum Beispiel für heitere ländliche Szenen, idyllische Hirtenromantik, tänzerische Ausgelassenheit, Beschaulichkeit, Trauer, Klage, Einsamkeit und Sehnsucht. .