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Oft höre ich den Satz : "Die Musik klingt ja so einfach, viel zu wenig Instrumente und Rhythmus" . Stimmt, aber genau das macht Filmmusik aus."Weniger ist mehr". Das Bild steht immer im Vordergrund. Je dominanter die Filmmusik ist, desto aussagekräftiger muß die Filmszene sein.
Hinter gut komponierter Filmmusik steckt oft viel Planung, Wissen und Gespür für die gemeinsame Wirkung von Bild und Ton. Ein wichtiges Stilmittel sind Leitmotive, die Orte oder Personen in einem Film charakterisieren. Sie sind eine Art Gedächtnisstütze für den Zuschauer und machen den Film verständlicher und strukturierter. 
Bei der Kennmelodie tritt das einmal entworfene Thema bzw. Motiv unverändert immer wieder auf. Das macht Sinn bei fetststehenden Orten und Plätzen im Film, zu denen immer wieder zurückgekehrt wird. Es geht hier weniger um Stimmungen, sondern man entwickelt so eine musikalische Landkarte im Gesamtfilm. Bei Kennmelodien gilt : "Weniger ist mehr" , kurze Melodien oder Klangflächen, wenige plakative Instrumente, wie der Dudelsack für Schottland oder das Akkordeon für Frankreich. 
Leitmotive für Personen können sich entwickeln und im Laufe des Films und in Stimmung und Charakter variieren. Hier gilt : Kurze , eindeutige Themen. Diese werden während der Filmhandlung immer wieder aufgegriffen. Die Wiedererkennung beim Publikum wird so gewährleistet.

Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Das Horn in der Filmmusik

Das Horn ist ein Blechblasinstrument und wichtiger Bestandteil eines jeden Orchesters. Alle Blasinstrumente mit konischer Öffnung beziehungsweise konischem Mundstück werden unter dem Oberbegriff Horn zusammengefasst. Unter dem Begriff Horn ist meist das Waldhorn gemeint. Als Jagdhorn oder auch Naturhorn erhielt das Horn als Musikinstrument im 18. Jahrhundert Einzug in die Orchester. Der Klang ist tiefer als der Klang der Trompete und höher als der Klang von Posaune und Tuba. Der Ton und die Kraft wird durch den Ansatz der Lippen auf das Mundstück erzeugt oder durch das Stopfen (mit der rechten Hand) in der auslaufenden Stütze. Das Horn hat demnach Naturtöne. Man unterscheidet im Orchester erstes und zweites Horn, bei stärkerer Besetzung Gruppen zu je zwei Hörnern.

Das Horn hat einen obertonreichen Klang führt sehr leicht zum Überblasen , was den Klang im Orchester stark hervorhebt. Andererseits weist das Waldhorn eine extrem weite Stürze auf, was den Klang wieder weicher und voller macht. Der warme, schmelzige Klang paßt sehr gut zu den Holzbläsern, mit denen es gern zusammen eingesetzt wird. In der FIlmmusik akzentuiert das Horn Stimmungen , Sehnsucht, Gefühle und wird oft in Openern eines Spielfilms eingesetzt.