Oft höre ich den Satz : "Die Musik klingt ja so einfach, viel zu wenig Instrumente und Rhythmus" . Stimmt, aber genau das macht Filmmusik aus."Weniger ist mehr". Das Bild steht immer im Vordergrund. Je dominanter die Filmmusik ist, desto aussagekräftiger muß die Filmszene sein.

Hinter gut komponierter Filmmusik steckt oft viel Planung, Wissen und Gespür für die gemeinsame Wirkung von Bild und Ton. Ein wichtiges Stilmittel sind Leitmotive, die Orte oder Personen in einem Film charakterisieren. Sie sind eine Art Gedächtnisstütze für den Zuschauer und machen den Film verständlicher und strukturierter. 

Bei der Kennmelodie tritt das einmal entworfene Thema bzw. Motiv unverändert immer wieder auf. Das macht Sinn bei fetststehenden Orten und Plätzen im Film, zu denen immer wieder zurückgekehrt wird. Es geht hier weniger um Stimmungen, sondern man entwickelt so eine musikalische Landkarte im Gesamtfilm. Bei Kennmelodien gilt : "Weniger ist mehr" , kurze Melodien oder Klangflächen, wenige plakative Instrumente, wie der Dudelsack für Schottland oder das Akkordeon für Frankreich. 

Leitmotive für Personen können sich entwickeln und im Laufe des Films und in Stimmung und Charakter variieren. Hier gilt : Kurze , eindeutige Themen. Diese werden während der Filmhandlung immer wieder aufgegriffen. Die Wiedererkennung beim Publikum wird so gewährleistet.

 

Hier ein Videobeispiel mit Musik aus der CD Cinema Moods 1