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Je lauter, desto besser. Das menschliche Ohr empfängt lautere Musik schneller und konzentriert sich sofort darauf. Sicherlich ein geeignetes Mittel in der Pop Musik, nicht aber unbedingt beim Film. Ein Film und dessen Szenen leben von der Dramaturgie und die Musik unterstützt durch den Stil und durch die Lautstärke das Bild. Leise Musik kann Emotionen und Wohlbefinden schaffen sowie ein starke Konzentration auf das Bild , je lauter die Musik, desto stärker der Fokus auf Bewegung und Ton.

Anschwellende Lautstärke schafft eine Spannungskurve und auf dem Gipfel kommt dann die Erlösung für Auge und Ohr. Dies sollte dann auch die Auflösung der Filmszene sein. Die Effekte, sowie die Musik in Kinofilmen geht in seiner Lautstärke dann schon mal bis an die Schmerzgrenze und manchmal darüber hinaus. Danach folgt dann typischerweise Stille, die die vorangegangene Szene nachträglich nochmal unterstützt und dem Zuschauer Zeit gibt, durchzuatmen und im Kopf alle Informationen zu verarbeiten.

Man sollte solche Highlights im Film sparsam einsetzen und wirklich nur dann, wenn Schlüsselszenen gezeigt werden. In der Ruhe liegt die Kraft. Der Film muß nicht von vorn bis hinten mit Musik unterlegt werden. Oft reichen schon ein paar Klangflächen oder Töne, um der Szene den richtigen Ausdruck zu verleihen. Die Musik im Film ist eine Welle, die auf- und ab geht in Lautstärke, Intensität und Stil.

Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Was ist On- und Off Ton

Die beiden Begriffe kommen aus der Postproduktion von Film und Video und zeigen an, ob Sprache, Musik und Geräusche im Bild zu sehen sind oder nicht.

Wenn die Quelle eines Tons in einer Filmscene klar zu erkennen ist, spricht man von einem On-Ton. Dazu gehören neben Sprecher, Interviewpartner und Akteure im Spielfilm auch alle Geräusche und Athmos, deren Herkunft visuell zu erkennen ist.

Der On-Ton hat seinen Ursprung immer im Bild oder in der Handlung.  Man sieht und hört synchron und gleichzeitig, was passiert und erklingt. Die Quelle des Tons ist  zu sehen wie in einem Spielfilm die Dialoge der Schauspieler oder die aktiven Geräusche eines vorbeifahrenden Zuges oder z.B. eines trabenden Pferdes.

Es ist immer darauf zu achten, ob die eingesetzten Geräusche, Sprache oder Musik zur sichtbaren Umgebung einer Szene gehören oder davon unabhängig sind.  Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um einen OFF-Ton. Eine besondere Form nimmt der aktive Off-Ton ein, der aus der Filmscene kommt, aber nicht direkt sichtbar ist. Er gehört unmittelbar zur Handlung und die Figuren des Films reagieren darauf.  Meistens ist der Off Ton allerdings passiv und dient nur zur Bereicherung des Bildes. Er bildet häufig einen Großteil der Geräuschkulissen und dient zur reinen Orientierung.

Auch die Filmmusik gehört zum Off Ton, es sei denn, die Musiker sind synchron im Bild zu sehen. Ist die Tonquelle  im Bild nicht ersichtlich, handelt es sich immer um einen Off-Ton. Der Off Kommentar ist die Erzählerstimme. Der Einsatz der Worte ist hier besonders sorgfältig zu wählen, weil der Zuschauer keine direkte Assoziation zum Bild hat. Der Kommentar lenkt immer etwas vom Zuschauen ab. Alles, was man sowieso schon sieht wie z.B. Bildbeschreibungen, gehört nicht in den Kommentar. Klare und kurze Texte sind angebracht und auf Floskeln, Leerformeln und Plattitüden ist zu verzichten.