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Das klassische Sounddesign ist die Gestaltung der gesamten Tonspur eines Films oder Videospiels, bestehend aus Sprache, Musik und Geräusche. Im heutigen Sounddesign werden mittlerweile alle drei Sparten getrennt betrachtet. Unter dem Begriff Sounddesign versteht man heute meistens die akustische Optimierung von Musik und Sprache mit Effekten und Atmospheres als letzte Optimierung der Vertonungskette.

Sound erzeugt Emotionen. Das gilt bei Filmen, in der Musik und in modernen Videospielen. Deshalb ist zunehmend Kreativität im Klang-Design gefragt wie Special Effects und Creature Sound für Kino, Fernsehen, Werbung. Heutzutage werden die meisten Filme elektronisch bearbeitet. Kümmert sich der Filmkomponist auch um das Sound Design, ist eine Verschmelzung von Bild und Ton garantiert. Wechselnde Stimmungen wie Ruhe und Tempo, Spannung und Emotionen schaffen Abwechslung in jedem Film und unterstützen die jeweiligen Szenen. Durch interessante Instrumentalklänge, überraschende Arrangements mit verschiedenen Instrumenten und Instrumentalgruppen werden Charaktere und Stimmungen geschaffen, durch Atmospheres, Effekte und Geräusche unterstützt das Sound Design die Filmmusik.


Jede Film ist unterschiedlich und einzigartig. So sollten die Kompositionen und Sounds unter Verwendung einfallsreicher Prozesse und modernster Technologie dies zum Ausdruck bringen und einen musikalischen Zugang in die Erzählwelt bringen, in der jede Filmgeschichte lebt.

Die kreative Leistung eines Sounddesigner ist schwer einzuordnen. Die Grenze zwischen einem einfachen Geräusch an der richtigen Stelle in einer Filmszene und einen künstlerischen Klangteppich, der Emotionen erzeugt, lässt sich nicht immer leicht ziehen. Was ist Musik und was Sounddesign ? Die Grenzen sind oft fließend. Entscheidend ist : Das Ergebnis muss stimmen, die Symbiose aus Bild und Ton muss stimmen.
Hier einige Beispiele aus dem Archiv  :

  Gemafreie CDs Cinema Moods 1  Cinema Moods 2 Science

Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Ist Filmmusik richtige Musik ?

Gema freie Musik vom Kayser Medienverlag

Oft kommten beim Aussuchen und Voranhören von Musik für einen Film Aussagen wie : Das klingt aber merkwürdig oder im Radio hat die Musik eine ganz andere Qualität. Das ist beides richtig.
In klassischen wie auch modernen Konzerten gilt alle Aufmerksamkeit der Musik. Im Film zeichnet sich Musik dadurch aus, dass sie wirkt, ohne im Vordergrund zu stehen. Sind Filmmusiken also ernsthafte Kompositionen ?


Richard Wagner schrieb dazu : “Ich werde eine Zeitlang durch bedeutende Wirkung auf mein Auge lebhaft ergriffen: aber – es dauert nicht lang. Es scheint, dass das Auge mir als Sinn der Wahrnehmung der Welt nicht genügt.”
Somit muss die visuelle Wahrnehmung in einem Film unterstützt und geleitet werden, und das durch die passende Musik. Eine gute Filmmusik genießt somit nur einen Teil der Aufmerksamkeit des Publikums , denn sie soll eine Bildszene klanglich unterstreichen und unterbewusst emotional beeinflussen.


Die ersten Filmmusiken entstanden in der Zeit des Stummfilms. Im ganz frühen Stummfilm hatte sie die Funktion, den Zuschauern ein wohliges Gefühl zu vermitteln und die unangenehmen lauten Geräusche der Filmprojektoren zu eliminieren sowie die Zeit beim Filmspulentausch zu überbrücken. Die Musik war autonom und unabhängig von der Filmhandlung . Erst später unterstrich der Musiker am Klavier die Filmszenen durch geeignete Themen, die anfangs aus Improvisationen bestanden.


Ab Anfang des 20sten Jahrhunderts gaben Musikverleger die ersten Sammelwerke mit Musikstücken heraus, die gezielt für die Verwendung in Filmen komponiert wurden. Im frühen Tonfilm der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts konnte Musik noch nicht nachträglich in den Film eingefügt werden. Die Musik mußte während des Drehs immer im Orchestergraben live eingespielt werden. 1931 wurde dann der „Synchronizer“ erfunden, mit dem viele verschiedene Tonspuren zum Bild synchronisiert werden konnten. Fortan musste nicht mehr jeder Ton am Set aufgenommen werden, der später im Film erklingen soll. Hier begannen die Anfänge der moderne Filmmusik und Nachvertonung.


Im heutigen Film hört der Zuschauer Soundeffekte , Originalgeräusche und Dialoge und nimmt die Musik vielleicht nur ab und zu bewusst wahr. Deshalb ist die Filmmusik oft einfach in der Instrumentierung und plakativ. Man muss die Noten durch die Dialoge hören können und das ist sicherlich die eigentliche Kunst der Filmkomposition.