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News vom Kayser Medienverlag

Die EBU 128 Norm ist ein lautheitsnormierter Standard für Fernseh- und Rundfunkanstalten in Europa.

Der Kerngedanke ist die Lautheitsnormalisierung. Es soll erreicht werden, dass Lautheitssprünge zwischen Programmen oder Beiträgen in Programmen (oder Tracklisten) auf ein Minimum reduziert werden. Für die Pegelung des Klangmaterials ist nun nicht mehr die analoge oder digitale Aussteuerung in dB bzw. dBFS (digital full scale) entscheidend, sondern die durchschnittliche Lautheit des Programms gemessen in LU. Dabei entspricht 1 LU in etwa einem Dezibel. An die Stelle von 0 dBFS (digitale Vollaussteuerung) tritt nun 0 LUFS.

Generell gilt Lautheit statt Pegel. Für die Lautheitsnormalisierung von Filmton ist ein Zielwert von -23 LUFS (+/- 1 LU) festgelegt. Eine Film Mischung nach R128 ist circa drei Dezibel leiser als der alte dBFS (QPPM)-Standard. Dadurch hat man nach dem Absenken des Pegels drei Dezibel mehr Spielraum nach oben, damit sich Transienten und akzentuierte Lautstärken wie Effekte klar darstellen können. Der große Unterschied zwischen einer Musik- oder CD Mischung und einer Filmmischung erklärt sich dadurch, dass Filmton vielseitiger ist, bestehend aus Sprache, Musik und Atmospheres.

Für Filmton ist -23 LUFS der Zielwert, nicht der Maximalpegel und beschreibt den durchschnittlichen Lautheitswert von Audiotracks, Jingles, Film-Soundtracks und Sendungen. Ermittelt wird der Wert durch die Pegelanalyse über die Dauer des gesamten Programms hinweg (I in LU = Integrated). Daneben werden temporäre Pegelwerte in Zeitfenstern von 3 Sekunden (S in LU = Short Term) und 400 Millisekunden (M in LU = Momentary) gemessen.

Musik wird im Gegensatz dazu generell Peak-normalisiert und für gewöhnlich sehr stark komprimiert, weshalb dieser Offset viel höher ausfällt.

Hier ein paar Beispiele :

iTunes Store -9 to -13 LUFS
iTunes Radio -15 to -16.5 LUFS
Youtube -13 to -15 LUFS
Spotify -13 to -15 LUFS
CD  >-9 LUFS
Club Play -7.5 to -9 LUFS
Soundcloud -9 to -13 LUFS

Wir mastern nach EBU R 128 Norm

Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Was ist Underscoring ?

Scores sind eigentlich die Musiknoten, daraus ist mittlerweile "Scoring" geworden, also Noten einspielen. Vereinfacht ist Unterscoring eine untermalende Musik zum Bild, mit der man die Stimmung einer Filmszene durch Musik ausdrückt. Beim Underscoring werden also die Noten exakt nach der Handlung geschrieben.

Es ist eine spezielle Kompositionstechnik der Filmmusik, die versucht, das Bild möglichst synchron mit musikalischen Motiven und Strukturen umzusetzen, also Handlungen durch die Musik zu verstärken und zu imitieren.

Dabei löst das Underscoring auch Emotionen und Stimmungen aus. Wird es romantisch, verwendet der Komponist beispielsweise eine prägnante Violine oder ein Klavier, bei Spannung eher schnelle Streicherpassagen und Bläser. Traurig wirkt ein Cello oder ein Fagott, dagegen gezupfte Steicher im Pizzicato eher lustig und interessant. Zu vielen Instrumenten und Musikstilen existieren konkrete Assoziationen die jeder Mensch im Laufe seines Lebens verinnerlicht und sie unbewusst umsetzt.

An der Spitze des Underscoring steht das Punkt-Genaue-Vertonen von Musik , was man auch "Mickey Mousing" nennt. Ursprünglich kommt diese Technik aus dem Trickfilm. Hier wird z jede Bewegung, jeder Blick oder Bildänderungen genau vertont und es entsteht eine exakte Bild- und Bewegungsanpassung. Hier ist Musik mehr als eine Untermalung. Töne werden mit Bewegungen verbunden, Aufwärtsbewegungen wie Treppensteigen werden zum Beispiel mit hohen, ansteigenden Tonsequenzen umgesetzt, absteigende dementsprechend mit tiefen Tönen. Horizontale Vorgänge wie Laufen oder Reiten erfahren rhythmische Umsetzungen.