Das Fagott gehört zu den Doppelrohrblatt-Instrumenten und hat sich Mitte des 17. Jahrhunderts aus den Dulcianen entwickelt. Seitdem ist das Fagott in allen großen Orchester-Aufführungen zu finden.

Gebaut wird es aus feinen und abgelagerten Hölzern mit besonders sorgfältiger Ausarbeitung der Bohrung, Fütterung der Rohre und der Grifflöcher .
Das Fagott bildet im Orchester den Bass der Holzbläsergruppe und hat einen schönen, vollen und ausgeglichenen Klang in allen Lagen. Es wird in Tenor- und Basslage gespielt Die Klangfarbe ist sehr flexibel und ändert sich durch die Oktaven mehr als bei anderen Blasinstrumenten und erinnert stark an unseren Vocal „O“. Das Fagott findet, dank seiner Tonlage und Klangfarbe, seinen Einsatz vom Solo-Instrument bis hin zum Basso Continuo.

Im Holzbläsersatz ist das Fagott das tiefste Instrument und bei einer zweifachen Besetzung bedient das 1. Fagott die mittlere bis hohe, das 2. Fagott die tiefe bis mittlere Lage. Es hatte im Barock seine Hochzeit, zum Beispiel bei Antonio Vivaldi. Im 20. Jahrhundert wurde es von Richard Wagner, Gustav Mahler und Igor Strawinsky wiederentdeckt. Eine klare Rolle, auch in Soloparts, hat das Instrument in italienischen Opern.

In der Filmmusik vermittelt das Fagott einen Klangfarbenhumor und dient als Soloinstrument oft in Zeichentrickfilmen. Es hat eine mysteriöse und geheimnisvolle Klangfarbe. In den tiefen Lagen klingt das Fagott voll und kräftig, die mittleren Register sind dagegen matt und neutral, in den Höhen klingt es dann wieder intensiv und scharf. Insgesamt fehlt dem Fagott der charakteristische, durchdringliche Glanz.