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In der Barockzeit von 1600 - 1720 hatte der Dreißigjährige Krieg Leid und Zerstörung gebracht und etwa 40 bis 70 % der Bevölkerung getötet. Wer nicht im Kampf ums Leben kam, verhungerte , erlag Seuchen oder wurde einfach ausgeraubt und erschlagen. Alle, die dieser Hölle entkamen, konnte nicht vergessen, was sie erlebt hatten. Es entwickelte sich eine unbändige Lust am Leben und jedem einzelnen Tag alles abzuringen, was er zu bieten hatte. Das spiegelte sich auch in der Musik wieder.

Die Komponisten sogen diesen Zeitgeist auf und lieferten pompöse Opern und emotionale Orchesterbearbeitungen. Es galt, viel Gefühl zu vermitteln mit übertriebenem Pracht und Prunk. Die Barockzeit war Blütezeit der schönen Künste. Die Musik war dabei nicht auf einen lauten und Raum füllenden Klang ausgelegt, sondern bildete ein breites und nuanciertes Klangbild, ein Zusammenspiel und abwechselndes Spiel zwischen Soloinstrumenten und Orchester. Es war die Perfektion der Repräsentation von Macht und Reichtum mit musikalischen Stilmitteln wie dem Generalbass und der Affektenlehre. Große Meister von Bach bis Vivaldi wurden für viel Geld engagiert, um ein Orchester zu leiten und die Musik dafür zu komponieren.

Die Barockmusik und das damalige Lebensgefühl "Carpe diem" versetzt heute viele Menschen in Nostalgie und erinnert an etwas, das wir allzu häufig vergessen im Alltagsstress. Die Kompositionen eignen sich damit bestens für dezente Stimmungen und klare Aussagen in der Filmvertonung und haben auf Grund der vielen bekannten Musiktitel einen großen Wiedererkennungswert. Wer kennt nicht die prunkvollen "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi, das emotionale "Air aus der Suite D-Dur" von Johann Sebastian Bach oder das feierliche "Halleluja" von Georg Friedrich Händel zum Ende der Barockzeit. Die klar strukturierte Barockmusik unterstützt den Filmschnitt und erleichtert die Bild- und Szenenwechsel musikalisch.
 

Das Klassikarchiv des Kayser Medienverlags bietet reichhaltig Kompositionen aus dem Barock.

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Gemafreie Klassik Orchesterbearbeitung

Frühling Antonio Vivaldi - Die vier Jahreszeiten

Gemafreie Klassik Tipp - Bekannte Melodie

3:46

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Gemafreie Klassik Orchesterbearbeitung

Orchester Suite Nr.3 in D 2. Air

Gemafreie Klassik Tipp - Bekannte Melodie

4:25

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Gemafreie Klassik Orchesterbearbeitung

Feuerwerksmusik 

Gemafreie Klassik Tipp - Bekannte Melodie

13:10

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Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Nachbearbeitung Filmton

Die besten Ergebnisse bei der Aufnahme erzielt man sicherlich, wenn eine zweite Person während des Videodrehs den Ton regelt. Leider ist dies oft durch ein geringes Budget oder schon durch das verwendete Equipment nicht möglich. Dann muß beim Schnitt nachgearbeitet werden.

Sobald die Audio-Clips ins Projekt des Schnittprogramms importiert wurden, kontrolliert man erstmal die Files auf Peaks und Übersteuerungen. Alle Schallpegel sollte in einem Bereich von etwa -24 bis -6 db bleiben, Sprache und Dialog zwischen -9 und - 18 db. Oft ist der Interviewton in Mono. Man sollte darauf achten, dass der Audio File durch Panning in die Mitte des Stereobildes gezogen wird und nicht links oder rechts allein steht. Man sollte sich Zeit vor allem für die Kontrolle der Interviews und Dialoge nehmen und Verzerrungen vermeiden.

Zum Angleichen der Lautstärken kann man ein Kompressor Plugin nutzen, dass jedes gute Schnittprogramm mitliefert. Für die Stimme ist die Verwendung eines Kompressors unumgänglich und verhindert, dass die leisen Passagen, Silben oder ganze Worte in der Musik unter gehen. Ein Kompressor ist ein Regelvertärker, dessen Verstärkungsfaktor von dem am Eingang liegenden Signal abhängig ist. Der Begriff komprimieren kommt aus dem lateinischen und bedeutet: verdichten, bündeln, oder zusammenziehen.

Ein Kompressor hat verschiedene Parameter, die man regeln kann:
Threshold, Ratio, Attack, Release und „Make Up Gain“

Mit dem Threshold Regler regelt man, ab welchem Pegel der
Kompressor arbeitet. Unterhalb dieses Pegels ist der der Effekt
nicht aktiv.

Mit dem Ratio Regler legt man fest, wie stark die hohen Pegel
reduziert werden sollen. Die Einstellungen erfolgen in
Verhältniswerten . 2:1 bedeutet beispielsweise, dass oberhalb des
Thresholds nur noch 1dB am Ausgang anliegt, wenn am Eingang 2 dB
waren.

Mit dem Attack Regler legt man die Einschwingphase der Regelung
fest, also wie schnell der Kompressor auf Signale reagiert.

Mit dem Release wird geregelt, wie lange die Reduzierung eines
Pegels anhalten soll. Wenn der Release sehr kurz gewählt wird,
kann es sein dass das Ausklingen eines Tones einen unnatürlichen
Verlauf nimmt. Der Release sollte nach dem Tempo der aufeinander
folgenden Impulse abzustimmt werden.

Mit dem Make-Up Gain, hebt man den Gesamtpegel um den Wert an,
den das Reduzieren der lauten Passagen eingebracht hat.


Nach dem Kompressor kann man noch ein Limiter Plugin setzen, um die Lautstärken anzugleichen und um Übersteuerungen zu vermeiden. Mit dem Limiter legt man den maximalen Wert für den Pegel fest um das bearbeitete Audiosignal davon abzuhalten, lauter als dieser zu werden. Limiter haben auch einen Attack (Einschwingzeit), in der das Signal ungehindert passiert. Bei den richtig teuren Geräten für Studio und Broadcast bewegen sich diese Toleranzen unter einer Mikrosekunde. Diese Limiter werden als „Brickwall-Limiter“ bezeichnet.

Anpassungen des Tons können im Projekt Feld oder direkt in der Timeline durchgeführt werden. Passen Sie auch die Audiopegel der anderen Spuren an und immer bedenken, jemehr Sie die Lautstärke anheben, umso lauter werden auch die Nebengeräusche. Während der Dreharbeiten werden oft Raumgeräusche oder Hintergrundgeräusche z.B. von Computern oder Klimaanlagen mit eingefangen. Hier hilft oft ein angenehmerer Raumton aus einer anderen Scene, den Sie über Copy/Paste in die Originalscene hineinkopieren können.

Ist dies nicht möglich, kann man den Ton mit einem De-Noiser Plugin entrauschen. Dieser entfernt (bzw. reduziert) jegliche Art von hörbarem Rauschen in einem Audiofile. Man sollte versuchen, bei der Einstellung
einen Mittelweg zu finden, sodaß Originalton der Sprechstimme so gut wie möglich erhalten bleiben. Die wichtigsten Parameter sind:

Threshold

Mit diesem Wert bestimmt man, wie hoch der Rauschpegel des Materials ist und stellt den Threshold so ein, dass das Rauschen zum Beispiel an einer ruhigen Stelle weggeregelt wird.

Reduce

Mit diesem Wert legen man fest, auf welchen Pegel der Rauschanteil abgesenkt werden soll.

Noise Type

Mit diesem Wert bestimmen man, was für eine Art Rauschen das Material enthält: 0 bedeutet weißes Rauschen (gleichmäßige Verteilung), In positiver Richtung ändert man den Rauschtyp in Richtung blaues Rauschen "Hiss"; z.B. Bandrauschen .