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Das Prinzip von Pfeifen mit bestimmten Tonhöhen war schon frühzeitig von der Panflöte bekannt. Die erste Orgel baute ein Ägypter namens Ktesibios im 3. Jahrhundert v. Chr. in Alexandrien mit bereits mehrere Pfeifenreihen, die unterschiedliche Klangfarben erzeugen konnten. Betrieben wurde die Orgel mit Wasser, die über Kolbenpumpen den Anblasdruck erzeugten.

Im Abendland tauchte die Orgel erst im Jahre 757 n. Chr. auf, als König Pippin der Kleine vom byzantinischen Kaiser Konstantin V. eine Orgel geschenkt bekam. 100 Jahre später wurde die erste europäische Orgel in Aachen gebaut. Von der Kirche wurde sie allerdings zunächst abgelehnt. Nach der Jahrtausendwende tauchten dann die ersten Instrumente in Klöstern auf. Nach dem Konzil von Mailand 1287 wurde die Orgel als Gottesdienstinstrument zugelassen und ab dem 14 Jahrhundert besaßen alle großen Kirchen ein Instrument. Insgesamt wurde die Orgel nicht zuletzt durch große Komponisten wie Bach in den letzten Jahrhunderten zum Hauptbegleitinstrument für jeden Gottesdienst in der westlichen Welt.

Es gibt und gab mehrere Typen von Orgeln.
Das Portativ ist eine tragbare Orgel, die bei Prozessionen und Umzügen verwendete und auch von fahrenden Spielleuten als weltliches Instrument genutzt wurde. Das Positiv ist eine kleine Standorgel mit wenig Pfeifen und einem Manual, meist ohne Pedal und wurde in den Palästen von reichen Kaufleute genutzt. Das Regal ist eine flache, tragbare Kleinstorgel mit Zungenpfeifen und wurde auf Festen am Ende des Mittelalters genutzt. Die Große Orgel steht seit dem 13 Jahrhundert in Kirchen und Kathedralen und wurde im Laufe der Jahrhunderte um Register und Pfeifen weiterentwickelt.

In erster Linie ist die Orgel ein Symbol des Sakralen. Der Klang steht für Reinheit und Harmonie mit vielen Obertönen bis hin zur Übernatürlichlkeit und damit dem kirchlichen Gedanken. Das Spektrum reicht von zierlichen Tönen bis zum unerschöpflichen und grenzenlosen Hörerlebnis. Der Einsatz in der Filmvertonung ist nicht nur auf sakrale und dokumentarische Aufnahmen beschränkt. Mit der Orgel unterstreicht man auch wichtige Scenen und stellt diese in den Vordergrund, erzeugt Spannung und Interesse.

Kirchenorgel Gemafreie CD Hier gibt es Klangbeispiele für unterschiedliche Orgeltypen.

Tipps rund um die gema freie Musik und Vertonung

Das Horn in der Filmmusik

Das Horn ist ein Blechblasinstrument und wichtiger Bestandteil eines jeden Orchesters. Alle Blasinstrumente mit konischer Öffnung beziehungsweise konischem Mundstück werden unter dem Oberbegriff Horn zusammengefasst. Unter dem Begriff Horn ist meist das Waldhorn gemeint. Als Jagdhorn oder auch Naturhorn erhielt das Horn als Musikinstrument im 18. Jahrhundert Einzug in die Orchester. Der Klang ist tiefer als der Klang der Trompete und höher als der Klang von Posaune und Tuba. Der Ton und die Kraft wird durch den Ansatz der Lippen auf das Mundstück erzeugt oder durch das Stopfen (mit der rechten Hand) in der auslaufenden Stütze. Das Horn hat demnach Naturtöne. Man unterscheidet im Orchester erstes und zweites Horn, bei stärkerer Besetzung Gruppen zu je zwei Hörnern.

Das Horn hat einen obertonreichen Klang führt sehr leicht zum Überblasen , was den Klang im Orchester stark hervorhebt. Andererseits weist das Waldhorn eine extrem weite Stürze auf, was den Klang wieder weicher und voller macht. Der warme, schmelzige Klang paßt sehr gut zu den Holzbläsern, mit denen es gern zusammen eingesetzt wird. In der FIlmmusik akzentuiert das Horn Stimmungen , Sehnsucht, Gefühle und wird oft in Openern eines Spielfilms eingesetzt.